Liebe Vorstands- und Vereinsmitglieder der UETD! 
 Liebe Mitbürger,
 
Wieder naht das Ende eines Jahres und ein Neues steht vor der Tür. Im Rückblick auf die vergangenen Jahre hat uns das Jahr 2010 wieder eindeutig gezeigt, dass wir als Mitbürger mit türkischen Wurzeln, immer noch nicht als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft angesehen und respektiert werden.

 Im Jahre 2010 wurden wir, wie nach jeder wirtschaftlichen Krise, wieder einmal als „Sündenböcke der Nation“ auf unsere Herkunft, Religion und unsere Integrationsunwilligkeit festgenagelt. Diesmal empfand ich es persönlich, aber als -die in unserer 50-jährigen Migrationsgeschichte erlebten, radikalsten und absurdesten- öffentlichen Diskriminierung!

Wir haben dieses Jahr darunter leiden und erleben müssen, dass man sich hinter der Meinungsfreiheit versteckend, die Menschenrechte und die Rechte des Grundgesetzes übergeht und diese sich als Wahrheit deklarieren und sogar verkaufen kann!

Unsere 50 jährige Präsenz, die Integrationserfolge, die gegründeten Existenzen und „Unternehmungen, unsere Akademiker, die dieser Gesellschaft Milliarden Umsätze und steuerliche Vorteile ermöglichen, sowie die kulturellen Bereicherungen die Europa erfährt – die unzähligen Vereine, die seit Jahrzehnten mit ihrem Engagement sehr gute Arbeit verrichtet haben- wurden einfach ausgeblendet!

 Für das Jahr 2011, sehe ich es als unsere Pflicht an, unsere Gesellschaft von unserer kulturellen Schönheit und Vielfalt mehr zu informieren, als wir es bis heute getan haben, denn es scheint nicht ausreichend gewesen zu sein.

Wir dürfen nicht mehr wegsehen! Wenn wir bis jetzt unsere Stimme nicht erhoben haben, so war der Grund, dass wir keine Stimme (als türkische Staatsbürger) sondern nur unsere Pflichten zu erfüllen hatten. Mittlerweile besteht die türkische Gesellschaft hier in Deutschland zu fast 50% aus eingebürgerten Deutschen mit türkischen Wurzeln.

 Wir haben die Aufgabe und die Pflicht, als Mitbürger, als Unternehmer, als Akademiker, als Studenten, als Eltern für unsere Zukunft und auch die Zukunft unserer nächsten Generationen dafür zu sorgen, dass die Diskriminierungen, Diffamierungen, Ausgrenzungen und Chancenungleichheiten aufgehoben werden.

Die folgenden Generationen sollen endlich als vollwertige Mitbürger und mit Respekt, in Bezug auf ihre Wurzeln und ihre Religion, behandelt werden. Dies sind Bestandteile der Menschenrechte, sowie tief verankerte Grundrechte, die im Grundgesetz klar definiert sind.

 Alle Vereine, Organisationen und Institutionen, die sich bis heute mit dem Thema Integration, Migration, Kultur und Soziales, Diskriminierung, Islamwissenschaften beschäftigt haben, für die gilt nun für das nächste Jahr eine sehr intensive Zusammenarbeit.

 Das Ziel, welches wir alle verfolgen ist Ein- und Dasselbe:

Das friedliche, gleichberechtigte und respektvolle Zusammenleben,

einer von  Gott gegebenen Vielfalt!“

Die UETD Bremen hat im Jahr 2010 einen neuen Vorstand gewählt und unser Vorstandsvorsitzender, Adnan Erol, sowie die Vorstandsmitglieder und freiwilligen Mitarbeiter, sind sich der Verantwortung und Dringlichkeit der Aufgaben sehr bewusst und hochmotiviert.

 Das Jahr 2011 wird die UETD Bremen mit Engagement, vereinten Kräften und Energien eine Synergie herstellen und viele neue Projekte in Angriff nehmen. Wir sehen die Chance der Verbesserung – unserer in der Gesellschaft angeschlagenen Position – als Verpflichtung zur Verwirklichung der Integrationsarbeit; als Vermittler und Brücke der Gesellschaft, durch Informations- und Kulturveranstaltungen und den Austausch in der Politik, auf der Ebene eines stark zielorientierten Lobbyismus!

 In diesem Sinne wünsche wir allen vor allem Gesundheit für die ganze Familie und einen schönen Start in das neue Jahr 2011, in dem wir viele Meilensteine setzen und zu unserer 50-jährigen Präsenz auch Geschichte schreiben werden.

UETD Bremen

Neşe Tüfekҫiler

PR – Medien und Öffentlichkeitsarbeit